Ich habe mein Warum gefunden…

Ich wundere mich ja immer wieder, wo meine alte Kraft hin ist. Bei jedem Anschein von Aufregung zucke ich heute zusammen, wo ich früher einfach draufgehalten habe.

Die Welt ist voller Menschen, sie quillt praktisch über. Es ist eng und überall geraten die Interessen der Menschen aneinander. Es ist kein Konflikt zwischen Gut und Böse, sondern ein Aufeinanderprallen der Wünsche, Vorstellungen und Eigenheiten jedes Einzelnen.

Wir sind wer wir sind, wenn wir tun, was wir tun und denken, was wir denken. Dazu müssen wir nur eben etwas tun und uns nicht nur leiten lassen. Es ist was anderes zurückzustecken, wenn es nötig ist oder Kompromisse einzugehen, wenn so das Beste dabei rauskommt, als wenn man nicht denkt, sondern nur folgt und „ja“ und „amen“ sagt.

Zurück zu mir, ich gehe Problemen, Konfrontationen und Hürden in den letzten Monaten gerne aus dem Weg. Nicht, weil ich faul bin, sondern ich habe Angst durch das Gefühl nichts mehr Aushalten zu können. Früher war ich der Phönix aus der Asche. Heute habe ich nicht mehr die Kraft mich ständig wiederzuerwecken.

Wo ich früher durch Wände gebrochen bin, suche ich heute nicht mal mehr Türen, sondern drehe um. Aber wie auch schon öfter gesagt, das wird besser; rede ich mir auch nur selbst ein. Je mehr ich mache, desto mehr schaffe ich auch. Da liegt der Hund glaube ich begraben. Ich habe damals mein Momentum verloren, das ich mein Leben lang hatte. Mit dem Schwung ging immer alles, man hat mich vielleicht gebremst, aber nie gestoppt.  Seit ich mal gestoppt wurde, stehe ich und habe hier klein und erbärmlich Angst. Ich muss den Glauben an mich selbst finden, um wieder weiterzumachen und das tue ich so langsam auch.

Auch wenn die folgende Logik auf Star Trek Lyrik aufbaut (ja, oh Gott). Aber wir können nicht mit weniger aus unserem Leben gehen als wir gestartet sind. Wir Leben und wir Sterben, zwei Konstanten und was dazwischen ist, liegt hoffentlich an uns. Einen wirklichen Verlust gibt es kaum, auch wenn wir natürlich an Sachen hängen. Wir sind nicht am Leben, sobald wir geboren wurden. Wir sind tot, solange bis wir uns ein Leben geschaffen haben, ein Leben mit dem wir zufrieden sind. Wir kämpfen nicht jeden Tag, um zu überleben, sondern auch um überhaupt ein Leben zu haben.

Wir müssen etwas haben, was uns erfüllt. Wir müssen etwas erkämpfen, dass uns auf dem Sterbebett sagen lässt: „Das war’s wert.“ Ich glaube Freud sagte mal. „Wer ein Warum hat, dem ist das Wie egal“

Ich habe mein Warum gefunden! Ich kämpfe, um ein Leben zu bekommen.

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~ von Echium - 5. Mai 2010.

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