Gewaltlosigkeit

Gewaltlosigkeit ist mehr als der Nichtgebrauch von Gewalt. Gewaltlosigkeit steht und fällt damit, worin man das Böse sieht. Wer das Böse nur in Systemen und Strukturen und bei anderen Menschen sieht, macht einen fundamentalen Denkfehler. Das Böse sitzt viel tiefer: im Herzen des Menschen, dort, wo einer den anderen übersieht und liegenlässt, wo er ihn verachtet und hasst und zum Schluss liquidiert. Die Taktik der Gewaltlosigkeit ist die Taktik der Liebe, die das Böse an den Wurzeln packt.

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Selig die Gewaltlosen, die nicht nach Macht hungern. Sie wissen, dass am Menschen Hände wachsen, um zu vergeben und keine Fäuste, um zu schlagen.

Selig die Gewaltlosen, die dort stehen, wo die Schwachen sind, wo Menschen Opfer von Menschen werden und die unermüdlich eintreten gegen Missbrauch der Macht.

Selig die Gewaltlosen, die die Spirale der Gewalt umbiegen zu einer Spirale der Freundschaft und Liebe. Sie sind wie das Wasser im Fluss, das die harten Steine rund und glatt macht, so dass sie im Strom der Güte mitrollen.

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~ von Echium - 14. September 2010.

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