Gefühlschaos

Heute das letzte Mal Seminar „Berufliche Selbstreflexion“ mit Frau Himpelchen gehabt. Ihre Seminare sind einfach nur klasse und die Zeit vergeht immer viel zu schnell.

Naja, jedenfalls muss man in dem Seminar (wie der Name schon sagt) ganz viel reflektieren – fällt mir gerade etwas schwer.

Erste Aufgabe: Zettel ziehen, auf dem jeweils ein Seminarteilnehmer steht und demjenigen einen Brief schreiben, wie man ihn in den letzten 2 Studienjahre wahrgenommen hat.

Mein Zettel

Liebe Anne,

dein enormes Durchhaltevermögen und dein riesen Engagement haben sich nicht nur im Studium gezeigt. Woher du sowohl im Privaten, als auch im Studium so wahnsinnig viel Kraft nimmst, ist mir ein Rätsel – aber mich überwältigt und freut es täglich.

Ich bewundere das sehr!!!

Es gibt mal gute, mal weniger gute Tage, aber immer kämpfst du bis du an deinen Grenzen deiner Kräfte gelangst – du bist und bleibst unser „Stehaufmännchen“. Davon kann sich jeder von uns „eine Scheibe abschneiden“ 🙂

Persönlich und bezogen auf deine Fähigkeiten und Kompetenzen bist du mega-klasse!

…zweifel also nicht an dir, nie!!!

Alles Liebe!

Natürlich weiß ich, wer den Brief geschrieben habt und bei mir Tränenalarm.

Meine Liebe,

vielen vielen Dank für deinen Brief. Du weißt ja “ … der Glaube an die eigene Kraft!“ aber ohne deine Unterstützung und die Hilfe der anderen… ohhhh mein Gott, ich hätte das Studium nie so weit gebracht.

Zweite Übung: Wir mussten einen Brief an uns selbst schreiben zu vorgefertigten Fragen u.a.  „Was wünsche ich mir selbst in der Zukunft“ *urgs*

Wir selbst sollten die Adresse draufschreiben unter der wir in 3-6 Monaten zu erreichen sein werden und den Brief selbst in den Umschlag tun. Aufgabe erfüllt und ich heulend in einen anderen Seminarraum.

Ok, halbwegs beruhigt zurück in den leeren Raum, Sachen gepackt und raus.

Ab da wurde das Seminar noch richtig geil… keine Reflexion mehr, keine Gedanken um die Zukunft, einfach nur noch Slackline!

Anfangs habe ich nur zugesehen und Fotos gemacht, dann mich aber doch getraut und einfach nur die Momente genossen. Schade das der Teil so schnell um war.

Später  habe ich noch Himpelchen angerufen und ihr gesagt, dass ich mit dem Brief ein riesen Problem habe, da er an meine Heimatadresse adressiert ist und der Brief unter keinen Umständen abgeschickt werden soll, wenn ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr lebe. Darauf hin folgte ein gutes und klärendes Gespräch.

Auch dafür vielen Dank!

 

 

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~ von Echium - 17. Juni 2011.

3 Antworten to “Gefühlschaos”

  1. Bewundernswert liebe Anne! Die Kraft mit der du das durchstehst und dass du den Mut hattest mit „Himpelchen“ im Anschluss zu sprechen! GLG Drück dich

  2. Liebe Anne,
    du bist und warst tatsächlich immer ein Stehaufmännchen! Und so wirst du auch bleiben:)
    Ich hab dich lirb, Tanja

  3. Danke, dass du dein „Gefühlschaos“ mit uns geteilt hast!
    Ich freue mich total, dass du immer wieder neue Kraft kriegst, andere Menschen inspirierst und für viele ein Vorbild bist.
    Könnte es sein, dass der, der dich geschaffen hat, der deinen Herzschlag und deinen Atem in Gang gesetzt hat, auch die Quelle für deine Kraft ist?
    *Umarmung*

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