Gedanken zu „Leni“

Ich habe sehr viele, vor allem private Rückmeldungen zu meinem Eintrag „Leni“ bekommen… und nun möchte ich mich noch einmal zu Wort melden:

Das, was Leni passiert ist, muss mir nicht passieren. Eine mir sehr vertraute und liebe Freundin sagte: „Jedes Schicksal ist individuell“. Der Einen schafft trotz schlechter Prognose 73 Jahre alt zu werden, der Zweite hat den Krebs besiegt und stirbt innerhalb weniger Sekunden durch den Stich einer Wespe und der Dritte stirbt sehr langsam und qualvoll ohne Krebsdiagnose. So spielt/lehrt das Leben, aber es macht mich „Kämpfende“ stark! Was habe ich jeden Tag für gewaltige Aufgaben zu meistern, die mir so viel abringen, ja, ABER ich lernen doch auch ständig dazu, werden mit neuen Erkenntnissen geflutet und die machen mich immer stärker.

Ein abgebrochener Fingernagel oder eine kaputte Waschmaschine wirft mich nicht aus der Bahn, ich bin so viel stärker! Und wenn ich mich den Aufgaben/Herausforderungen jeden Tag mit erhobenen Haupt neu stelle und nicht klein bei gebe, dann besitze ich doch ein so viel Mehr an Würde. Und diese Würde kann mir keiner nehmen. Sie besitzt einen nie einzutauschenden Wert… das ist Reichtum und so kann ich sagen, dass Leni nicht bedauert werden muss. Sie ist jung gestorben… viel zu jung,  aber dafür war sie in ihrem so kurzen Leben unendlich reich. Ich durfte ein Teil ihres Lebens sein und sie ein Teil meines Lebens.

Das möchte ich in Erinnerung behalten!

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~ von Echium - 27. September 2012.

3 Antworten to “Gedanken zu „Leni“”

  1. Das hast du schön gesagt, Anne. Ich hoffe, du behältst diesen Lebensmut auch bei und vergisst deine Worte niemals!

    Alles Gute dir 🙂

  2. Danke Anne, und liebe Grüsse, Tanja
    P.S. Deine Worte in Gottrs Ohr@

  3. „Das Sterbliche erdröhnt in seinen Grundfesten, aber das Unsterbliche fängt heller zu leuchten an und erkennt sich selbst.“
    (Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis)

    Als 22jähriger verlobte er sich mit Sophie von Kühn an deren 13. Geburtstag. Zwei Jahre später starb sie. Er selbst erlag im Alter von 28 Jahren einem Blutsturz aufgrund seines Leidens.
    Ja, Novalis schrieb aus Erfahrung.

    Du hast recht damit, Anne, „dass Leni nicht bedauert werden muss“.

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