Von der Stille und dem inneren Schweigen

Das innere Gefühl der Stille… kennen wir es? Schaffen wir es zu schweigen? Damit meine ich nicht nur „den Mund zu halten“, sondern vor allem inneres Schweigen, innere Stille, innere Ruhe.

Das Leben, das wir Tag ein, Tag aus führen, ist umgeben von vielen Reizen, die nicht nur auf uns einströmen und eventuell ablenken, sondern uns regelrecht bedrängen, steuern und verhindern, dass wir schweigen. Und ist es um uns herum doch mal ganz still, beginnt unser Kopf oder besser gesagt unser Geist an zu schreien. Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Ängste und Konflikte kommen zu Wort und wieder keine Ruhe in uns.

Warum fällt es einigen unter uns so schwer zur Ruhe zu finden? Das kann ich natürlich nicht beantworten. Aber: Wenn wir es schaffen, innerlich Ruhe zu finden, beginnen wir unsere Umwelt und uns selbst ganz anders Wahrzunehmen. Wir hören unseren Atem intensiver, erkennen das Wunder der Natur immer wieder auf´s Neue, wenn die Vögle beginnen zu singen und könne die Hast des Alltages besser hinter uns lassen. Wir begegnen unseren Mitmenschen auf einer ganz neuen Ebene und schaffen es, zwischen den Wörtern  das Besondere eines Jeden zu hören, gerade dann, wenn es still ist.

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~ von Echium - 22. April 2013.

5 Antworten to “Von der Stille und dem inneren Schweigen”

  1. Ein Klang – ich lausche ihm
    Ein Klang verklingt – ich lausche ihm nach
    Ein Klang ist verklungen – ich lausche ihm nach

  2. Ich bin im Klang
    Ich bin im Einklang mit mir

    Stille webt

    • „Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören. Wir fürchten uns, wenn wir allein und still sind, daß uns etwas in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und betäuben uns durch Geselligkeit.“
      Friedrich Nietzsche – Unzeitgemäße Betrachtungen

  3. Danke Dir, liebe Anne, für das Nietzsche-Zitat!

    Es lohnte sich gewiss, die heiligen Bücher der Menschheit einmal daraufhin zu durchforsten, auf welche Weise aus der Anderwelt zu den Menschen gesprochen wird.

    „Und Gott sprach:… “
    „Der Engel aber sprach zu ihnen:…“
    „Da hörte er im Traum eine Stimme… “
    „Maria aber bewahrte diese Worte in ihrem Herzen…“
    „Höre, Israel, höre…!“
    „Da erhob sich vom Himmel her ein mächtiges Brausen… “
    „Im Urbeginne war das Wort… “
    „Auf ihrem an weiße Rosse gespannten, großen Wagen stehend, bliesen Krsna und Arjuna ihre himmlischen Muscheln.“
    Der „Menschensohn“ mit einer „Stimme wie großes Wasserrauschen…“
    „Und sieben Engel mit sieben Posaunen hatten sich gerüstet.“
    „Höre nun, o Schätzegewinner (Arjuna), … “
    „Höre weiter, Arjuna, mein höchstes Wort, das geheimste von allen. Ich habe dich sehr lieb und werde dir daher sagen, was für dich gut ist.“
    Usw.

    So wird uns „geraunt“ und „geflüstert“, sofern wir „ganz Ohr“ werden.

  4. „Wenn unsere Sinne fein genug wären, würden wir die unbewegt ruhenden Felsen als tanzendes Chaos erfahren.“

    ()Friedrich Nietzsche)

    Und wie verfeinern wir unsere Sinne? Durch Ruhe. Durch Schweigen, inneres Schweigen.
    Weniger sehen, weniger hören, weniger Schmecken… und wir sehen, hören und schmecken… mehr.

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