Der Morgen danach

Der Morgen nach der unfassbaren Nachricht über Julia…

Der Morgen nach der viertägigen Bestrahlungspause…

Der Morgen nach dem Osterfest, dass ich dieses Jahr ganz anders wahrgenommen habe…

… und trotzt allem oder gerade deswegen:

Das Leben wagen, das heißt wagen, in jedem Moment zu sterben, aber ebenso wagen, geboren zu werden, das heißt durch große Etappen in unserem Leben zu gehen, wo das stirbt, was wir gewesen sind, um etwas anderem Platz zu machen, einer neuen Sicht der Welt – all das in dem Eingeständnis, dass es viele Stufen zu überschreiten gibt, bevor wir zur Phase des Erwachens gelangen.

Arnaud Desjardins
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~ von Echium - 22. April 2014.

2 Antworten to “Der Morgen danach”

  1. Das ist eine großartige Sentenz, Echium! Ich danke dir dafür! Der Advaita Vedanta Meister Arnaud Desjardins war mir bislang unbekannt. Ich bin froh, dass du mich auf ihn aufmerksam gemacht hast.

    „Sag ‚ja‘ und das Leben selbst wird das, was dich vom Sein abhält, zerschmettern – so lange es ein vollkommenes ‚Ja‘ ist.“

    (Arnaud Desjardins)

  2. „Das Leben wagen, das heißt wagen, in jedem Moment zu sterben, aber ebenso wagen, geboren zu werden… “
    Dazu kommt mir heute die dritte Strophe der Ostersequenz des Wipo von Burgund (gest. nach 1046) in den Sinn:

    (…)
    „Mors et Vita duello
    Conflixere mirando;
    Dux vitae mortuus
    Regnat vivus.“
    (…)

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