Trost durch Meister Eckhart

Und wieder habe ich heute etwas von Meister Eckhart gelesen, dass mich unendlich unterstützt und „Trost“ spendet:

Noch ist aber ein anderz, daz den menschen trœsten sol. Ist er siech und in grôzem smerzen sînes lîbes, doch hât er daz hûs und sîn nôtdurft an spîse und an tranke, an râte der arzete und an dienste sînes gesindes, an klage und an bîwesenne sîner vriunde: wie solde er tuon? Wie tuont arme liute, die daz selbe oder grœzer siechtagen und ungemach hânt und enhânt nieman, der in kalt wazzer gebe? Sie müezen daz blôze brôt suochen in dem regen und in dem snêwe und in der kelte von hûse ze hûse. Dar umbe, wiltû getrœstet werden, sô vergiz der, den baz ist, und gedenke alles der, den wirs ist.

Meister Eckhart – Das Buch der göttlichen Tröstung

Ähnlich ist es auch bei Fred Poeppig zu lesen:

… halte still und lerne deine Leiden zu lieben…

Denke in tiefem Mitgefühl täglich […] an alle, die einsam im Finsteren schmachten, ohne Trost, ohne Hoffnung …

Fred Poeppig – Wege zu einem meditativem Leben

Meine Leiden sind nicht unendlich. Das spendet Trost. Ich werde versorgt und darf hoffen. Das spendet Trost. Ich habe liebe Menschen um mich, die täglich mit mir fühlen und mich nicht allein lassen in meinem Leid. Das spendet Trost.

Dafür kann ich nur tief Danken!

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~ von Echium - 5. Juli 2014.

3 Antworten to “Trost durch Meister Eckhart”

  1. Ach Echium – Du meine große Lehrerin.
    Ich danke Dir.

  2. Vielleicht hast Du es schon gesehen, ich zitiere dies aus der selben Quelle (Buch der göttlichen Tröstung). Was mir Trost gibt, wenn mir Zweifel darüber kommen oder kamen den richtigen Weg gewählt zu haben:

    Noch ist aber ein ander sache; swer die merken und bekennen wölte, sô würde er billîche getrœstet an ûzerlîchem schaden und leide.
    Ein mensche vert einen wec oder tuot ein werk oder læzet ein ander werk, sô geschihet im ein schade: er brichet ein bein, einen arm oder verliuset ein ouge, oder er wirt siech.
    Wil er danne alles gedenken: hætest dû einen andern wec gevarn oder ein ander werk getân, sô enwære dir daz niht beschehen, sô blîbet er ungetrœstet und wirt von nôt leidic.
    Und dar umbe sol er gedenken: wærest dû einen andern wec gevarn oder hætest dû ein ander werk getân oder gelâzen, dir wære vil lîhte ein vil grœzer schade und leit beschehen; und sô würde er billîche getrœstet.

  3. Wow, Du bist so eine tolle Persönlichkeit und ein Vorbild, Danke das ich jemanden wie Dich kennen lernen darf 🙂

    Liebe Grüße, weiterhin viel Kraft, Gesundheit und ich denke an Dich,

    Lilafusselfee

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