Dankbarkeitstürchen 2

Das Erworbene zu wahren wissen.

Parta tueri.

Ovid

Ich bin dankbar für Traditionen.

Oft schwingt bei dem Wort Tradition eine negative Konnotation mit. Und ja, in einigen Fällen können Traditionen tatsächlich negativ sein… und zwar immer dann, wenn Tradition bedeutet, dass etwas so gemacht wird, „weil es schon immer so gemacht wurde“, aber um solche Art von Tradition soll es hier nicht gehen.

Alle Annehmlichkeiten und Ablenkungen des modernen Lebens führen zu einem sehr hektischen Lebensstil. Wir haben keine Zeit für Beziehungen. Das Familiengefüge wird geschwächt, Großfamilien leben weit auseinander. Freunden schicken lieber einen ausgestreckten Daumen oder Smiley, als sich mit ihnen zu unterhalten.

Traditionen sind gut, sie sind gut, wenn wir uns auf Orte oder Menschen besinnen, die wir wirklich lieben. Und Traditionen sind auch gut, wenn wir sie zusammen mit anderen teilen können.

Ich bin dankbar für Traditionen, denn sie  ermöglichen Zeit miteinander zu verbringen und fördern ein Gefühl der Nähe. Und welche Zeit bietet mehr Möglichkeiten Traditionen zu pflegen als der Advent.

Los, lasst uns Plätzchen mit Kindern backen, lasst uns gemütliche Spielabende mit Freunden verbringen und lasst uns im Kreise der Familie die Kerzen auf dem Kranz entzünden!  Traditionen – war wäre das Leben ohne Traditionen…

 

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~ von Echium - 2. Dezember 2014.

2 Antworten to “Dankbarkeitstürchen 2”

  1. Tradition ist, den Advent so glitzern und strahlen zu lassen, als sei es schon Weihnachten und die Weihnachtslieder vorwegzunehmen.

    Hier ein Adventlied, das zu singen nicht mehr Tradition ist – obwohl es in seinen verschiedenen Facetten so brandaktuell ist. Es stammt aus einer dunklen Zeit: Die Pest und ein 30 Jahre lang wütender Krieg ließen die Menschen, die nicht eines erbärmlichen Todes starben, verzweifeln oder zum Himmel schreien, ganze Landstriche lagen in Ödnis, niemand mehr da, die ausgemergelten Böden zu bestellen. Wie Menschen und Natur damals und heute vielerorten, so schreit dieses Lied zum Himmel.
    Der seit 1622 publizierte Text des Liedes wird Friedrich Spee (1591–1635) zugeschrieben. Der junge Jesuitenpater schrieb die Verse im Erleben des gerade ausgebrochenen Krieges.

    O Heiland, reiß die Himmel auf,
    Herab, herab, vom Himmel lauf!
    Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
    Reiß ab, wo Schloss und Riegel für!

    O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß;
    Im Tau herab, o Heiland, fließ.
    Ihr Wolken, brecht und regnet aus
    Den König über Jakobs Haus.

    O Erd’, schlag aus, schlag aus, o Erd’,
    Dass Berg und Tal grün alles werd’
    O Erd’, herfür dies Blümlein bring,
    O Heiland, aus der Erden spring.

  2. Es lebe die Tradition!

    Musical Anatevka:
    Aus dem Song des Milchmanns Tevye

    [TEVYE]
    Tradition, tradition! Tradition!
    Tradition, tradition! Tradition!

    [TEVYE & PAPAS]
    Who, day and night, must scramble for a living,
    Feed a wife and children, say his daily prayers?
    And who has the right, as master of the house,
    To have the final word at home?

    The Papa, the Papa! Tradition!
    The Papa, the Papa! Tradition!

    [GOLDE & MAMAS]
    Who must know the way to make a proper home,
    A quiet home, a kosher home?
    Who must raise the family and run the home,
    So Papa’s free to read the holy books?

    The Mama, the Mama! Tradition!
    The Mama, the Mama! Tradition!

    [SONS]
    At three, I started Hebrew school. At ten, I learned a trade.
    I hear they’ve picked a bride for me. I hope she’s pretty.

    The son, the son! Tradition!
    The son, the son! Tradition!

    [DAUGHTERS]
    And who does Mama teach to mend and tend and fix,
    Preparing me to marry whoever Papa picks?

    The daughter, the daughter! Tradition!
    The daughter, the daughter! Tradition!

    Auch ich liebe Traditionen.
    Aber ich bin auch dankbar, dass manche Traditionen überwunden sind.

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