Dankbarkeitstürchen 5

Es gibt nichts, worin Zorn und Sanftmut, worin Tapferkeit, Mäßigung und alle anderen moralischen Eigenschaften, nebst ihren Gegensätzen sich so deutlich und ähnlich abbildeten, als in der Musik.

Die Erfahrung bereist es. Die ganze Stimmung des Gemüts ändert sich, wenn man verschiedene Arten von Musik hört.

Aristoteles

Ich bin sehr dankbar für Musik.

In welcher Stimmung ich auch bin, Musik hat die Kraft das Gefühl zu verstärken oder zu verändern. Musik entspannt und beruhigt mich, sie regt mich aber auch an. Wenn ich traurig bin, kann Musik dieses Gefühl unterstützen oder mit Musik fliegt die Traurigkeit davon.

Mit Musik wurde ich als Kind von meiner Oma in den Schlag gesungen, mit Musik erzielte ich große Erfolge, Musik begleitet Morok und mich seit dem ersten Tag. Musik spielt eine bedeutende Rolle in meinem Leben und die Vorstellung ohne Musik leben zu müssen, bereitet mir Angst. Meine schönsten Erinnerungen haben mit Musik zu tun. Musik überrascht und berührt mich jeden Tag auf´s  Neue und dafür bin ich dankbar!

 

 

Ich bin nicht allein mit meiner Liebe zur Musik. Jeden Tag im Dezember kann man auch bei Kall´s Einwürfe seine Liebe zur Musik entdecken.

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~ von Echium - 5. Dezember 2014.

12 Antworten to “Dankbarkeitstürchen 5”

  1. Am heutigen Tag möchte ich dir, du liebe Echium, ein ganz inniges Lied schicken, eine Musik, die deinen Ohren eher fremd klingen wird, traditionell noch gesungen in Oberbayern, Tirol und im Salzburger Land. Ein „englischer Gruß“, die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria.

    Engel: „Gegrüßt seist Du, Maria, jungfräuliche Zier!
    Du bist voll der Gnaden, der Herr ist mit dir.
    Ein ganz neue Botschaft, ein unerhört’s Ding
    von der himmlischen Hofstatt ich, Gabriel, Dir bring.“
    Maria: „Was sind das für Reden, was soll dieses sein?
    Wer kommt da zu mir in die Kammer herein?
    Die Tür ist versperret, die Fenster sind zu;
    wer ist’s, der da störet die nächtliche Ruh?“
    Engel: „Erschrick nicht, Maria, es gschiecht dir kein Leid:
    Ich bin nur ein Engel, verkündig‘ dir Freud:
    dass du sollst empfangen und tragen ein Sohn,
    nach dem sie verlangen viertausend Jahr schon.“
    Maria: „Wann Gott selbst wird kommen vom himmlischen Thron,
    ein Mutter zu suchen für sein liebsten Sohn,
    so wird er sie nehmen vom Königspalast.
    Mein Armut und Stammen taugt nicht solchem Gast.“
    Engel: „Der Reichste von allen, der fragt nicht nach Geld;
    dein Schönheit und Tugend ihm also gefällt.
    Tu ’s nur überlassen dem weisesten Gott!“
    Maria: „Bin ein Dien’rin des Herren, mir g’scheh‘ nach sei’m Wort!“

    Alle: „Frohlocket, o Himmel! Frohlocke, o Erd!
    Den Menschen der Himmel geöffnet jetzt werd.
    Maria will werden die Mutter der Gnad.
    Uns alle entbunden durchs ‚Fiat!‘ sie hat.“

    • Oh nein, du liebe Ulrike, es ist mir ganz und gar nicht fremd. Es erinnert mich sehr an meine Oma, an den Volkschor, an den Kinderchor, in dem ich in meiner Grundschulzeit mitgesungen habe, an den Knabenchor der Dresdner Kreuzchores. Es erinnert mich an so vieles. Ich danke dir sehr dafür an diesem heutigen, besonderen Tag! ICH DANKE!

  2. Seit Tagen schon klingt „ES“ wieder in meinen Ohren

  3. Hier eine der beiden Magnificat – Vertonungen von John Sheppard.

  4. In Ergänzung zu dem Chorgesang will ich dir noch die Verkündigungsszene aus dem Oberuferer Christgeburtspiel schicken.

    Das Oberuferer Christgeburtspiel ist Teil eines Zyklus von Spielen um biblische Ereignisse. Das sind sogenannte „Mysterienspiele“, wie sie im Mittelalter häufig waren; sie wurden oft im Eingangsbereich der Kirchen gespielt.
    Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spiel wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wiederentdeckt und veröffentlicht. Benannt sind sie nach dem Entdeckungsort „Oberufer“ (slowak. „Prievoz = über das Ufer“, ungar. „Fõrév“), einem bis 1918/20 zu 77 % von Deutschen und zu 18 % von Ungarn besiedelten Dorf an der gleichnamigen Donaufurt/Fährstelle. Die Ortschaft wurde 1946 in die slowakische Stadt Bratislava (Pressburg) eingemeindet. (Vgl. wiki)
    Vermutlich wurden die Spiele in dieser Gegend von den Kumpaneien, die in der Zeit der Proben einen „ordentlichen Lebenswandel“ führen mussten, im Wirtshaus aufgeführt.

    Der Engel Gabriele tritt zu Maria:

    ENGEL: Gegrüaßet seist du, holdsölige!
    God der Herr ist mit dir!
    Denn du bist gebenedeit unter den weibern! Denn du wirst schwånger werdn
    Und an son gebern,
    Des nåma sullst du Jesus haßen! –
    Und er wird a herr sein über sei volk ewigli.
    MARIA: Wia sul dös zuagahn,
    Sintemalen i von kanem manne waß?
    ENGEL: Siach, i bin der engel Gabriel,
    Der dir verkünd’t: Die kraft des Allerhechsten wird di überschatten,
    Darum a das hoalige, das von dir geboren wird,
    Wird Godes son genennet werdn.
    Und siach, Elisabethe, dei freindin,
    Is a schwånger mit an son in ihrem alter
    Und geht schon im sechsten monat,
    Die im gschrei is, daß sie unfruchtboar sei;
    Denn bei God san ålli dinge mögli.
    MARIA : Siach, i bin des Herrn mågd,
    Mir gschiach, wia du hast gsågt.

  5. Hymn do Trójcy Świętej / Hymn To The Holy Trinity

    The blazing sun is rising
    You are the unity, eternal light
    In our Hearts, Holy Trinity
    spread the inconceivable love.
    We adore you in the morning
    we beg you in the evening
    bring us to you
    with the Saints in heaven adored.
    Together Father and Son
    and the Holy Spirit
    As there was, and ever will be
    Eternal Glory, always and forever.
    Amen

    Leider habe ich die Version von Frederica von Stade nicht gefunden.

  6. „Es fließt mir das Herz über
    vor Dankbarkeit gegen die Musik,
    die mich so oft erquickt
    und aus großen Nöten
    errettet hat.“

    (Martin Luther)

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