Dankbarkeitstürchen 12

Mail

Hallo! Ihr Brüder im Denken, laßt uns mal ein Denkmail verschenken.

Erhard Blanck

Ich bin dankbar für die Möglichkeit der e-Mail.

Von: Morok
An: Echium
Gesendet: 16:18 Donnerstag, 12.Dezember 2014
Betreff: N E I N ! ! ! D A S G I B T E S N I C H T ! ! !
ey, bei dem astro-onlinekurs gibt es ja auch ein forum. da habe ich eben mal reingeschaut. die haben dort 2 unterforen. das eine gibt kleinere hinweise, um dir zu helfen, die lösung selbst zu finden. (das sind tutoren, die den kurs schon mal erfolgreich gemacht haben…) das andere beschreibt dir schon detailliert den lösungsweg. ich bin eben mal auf das forum mit den kleinen hinweisen gegangen…
mein hauptproblem ist ja die frage, welche sterne in sao paulo bei sonnenuntergang am 21. september sichtbar sind. da stellt also einer die frage und beschreibt, wie er sich die lösung vorstellt. von der lokalzeit auf die siderische zeit schließen. dann sind alle sterne sichtbar, deren rektaszension +/- 6 stunden von der siderischen entfernt sind und aufgrund ihrer deklination prinzipiell sichtbar sind – also genau unser ansatz. und genau wie wir, bekam auch er das falsche ergebnis. der hinweis des tutors hätte mich fast vom stuhl gehauen: er gab den hinweis, das einige von den sternen ja evtl. auch circumpolar sind… ich könnte mich ohrfeigen!!! na wenigstens weiß ich jetzt, woran es liegt. jetzt muss ich nur noch rauskriegen, warum ich mich bei der anderen frage geirrt habe. ich denke, ich bin einfach in die falsche richtung gegangen – die frage wäre dann nur, wieso ist das so?
*grml* na wenigstens habe ich dann die erste hälfte der hausaufgabe schon mal fertig… circumpolar! da wäre ich nie drauf gekommen…

Das ist eine e-Mail von Morok an mich. Was so besonders an der Mail ist? Sie klingt vollkommen normal, alltäglich und ich finde das so wunderschön. Unsere Beziehung ist wirklich sehr steinig. Wir leben ständig in Angst um den jeweils anderen. Wir sind übervorsichtig miteinander. Besonders ich empfinde kaum ein normales, langweiliges und gewöhnliches Beziehungsleben. Diese Mail spricht aber von UNSEREN Ansätzen, UNSEREN falschen Ergebnissen. Das ist schön. Wir tuen etwas gemeinsam und haben Freude dran und dabei sind wir so völlig ungezwungen und stink-normal. Herrlich!

Auch in den langen Krankenhauszeiten bin ich für e-Mails unendlich dankbar. Eine Leitung nach draußen in die weite Welt. In Verbindung stehen mit den Menschen, die mir lieb und wichtig sind.

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~ von Echium - 12. Dezember 2014.

3 Antworten to “Dankbarkeitstürchen 12”

  1. Ihr Sterngucker!
    Da muss ich euch ja gleich Musik schicken, die den Aufgang des Morgenstern besingt: „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ von Michael Praetorius.
    Und darauf folgt von Christoph Graupner: „Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“.

  2. Und weil ich’s nicht lassen kann, hier noch die Kantate „Wie schön leutet der Morgenstern“ von Joh. Seb. Bach.
    Münchener Bachchor und Bachorchester.

  3. Aller guten Dinge sind heute drei.
    Nun MUSS ich den Erhard Blanck UNBEDINGT noch umdichten:

    „Hallo! Ihr Schwestern und Brüder im Denken, laßt uns mal ein Denkmail verschenken!“

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