eigentlich… ABER

Eigentlich sollte ich heute entlassen werden, aber mittlerweile ist es doch schon Gesetz, dass es immer anders kommt, als man denkt. Ist jetzt auch nicht so schlimm. Ich genieße die Ruhe in meinem Einzelzimmer und meine interne Krankenhaustageaufenthaltsstatisik „freut“ sich über jeden Tag mehr auf der Habenseite. Ob es überhaupt möglich ist, unter 100 Tagen pro Jahr im Krankenhaus zu verbringen? Es käme auf einen Versuch an. Wenn das mal kein guter Vorsatz für 2015 ist.

Und überhaupt: Immer wieder werde ich nach meinen Vorsätzen für 2015 gefragt. Ich gestehe: Ich habe keine und das finde ich noch nicht einmal schlimm, verwerflich, amüsant oder oder oder. Es ist so, wie es ist, ich bin so, wie ich bin und es kommt so, wie es kommen mag.

 

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~ von Echium - 5. Januar 2015.

3 Antworten to “eigentlich… ABER”

  1. Vorsätze sind auch nicht *jetzt*, daher braucht man sie auch nicht. 😉

    Pläne sind etwas anderes, die können manchmal ganz sinnvoll sein, auch wenn man sich bewusst bleiben muss, dass sie durchkreuzt werden können. Wenn ich vorhabe eine Veranstaltung zu besuchen, werde ich mich vielleicht um Zugfahrkarten kümmern müssen. Das ist Planung.

    Vorsätze haben meist mit „ich werde/will mindestens/mehr/weniger/bestimmt/nicht mehr …“ zu tun, deren Sinn erschließt sich mir immer weniger.

  2. Jawoll!
    Sehe ich auch so.
    Hat dir schon mal jemand gesagt, Anne, dass dein „inwendiger Mensch“ immer schöner wird? Dein Mut, dein „Ja“ zum Leben ohne „wenn …“ und „aber …“, deine Freude ist wie eine von den Schalen, die Bernard de Clairveaux beschreibt:

    Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale, nicht als Kanal,
    der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
    während jene wartet, bis sie gefüllt ist.
    Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt,
    ohne eigenen Schaden weiter, denn sie weiß,
    dass der verflucht ist, der seinen Teil verringert…
    Wir haben heutzutage viele Kanäle in der Kirche,
    aber sehr wenige Schalen.
    Diejenigen, durch die uns die himmlischen Ströme zufließen,
    haben eine so große Liebe, dass sie lieber ausgießen wollen als dass ihnen eingegossen wird,
    dass sie lieber sprechen als hören,
    dass sie bereit sind zu lehren, was sie nicht gelernt haben
    und sich als Vorsteher über die anderen aufspielen,
    während sie sich selbst nicht regieren können…
    Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen,
    und habe nicht den Wunsch, freigebiger als Gott zu sein.
    Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle…
    Du tue das Gleiche!
    Zuerst anfüllen und dann ausgießen.
    Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen,
    nicht auszuströmen…
    Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
    Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst,
    wem bist du dann gut?
    Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle;
    wenn nicht, schone dich.

  3. Ts, ts … das kommt davon, wenn man einfach „copy and paste“ durchführt, ohne zu kontrollieren … Der Text von Clairvaux, den ich von einer Internetseite in meinen Kommentar hineinkopiert habe, macht in der Mitte keinen Sinn (ab „dass sie lieber ausgießen wollen …“ bis „… nicht regieren können“ und ist sicher nicht so von Clairvaux geschrieben.
    Der Text, wie man ihn an vielen anderen Stellen findet, hat einen Punkt nach „ohne eigenen Schaden weiter.“ und geht dann ohne den anderen Text weiter bei „Lerne auch du …“.
    Hm. Merkwürdig, dass das auf der anderen Seite so steht. Ich schreib‘ die mal an.
    Sorry, wenn’s jemand falsch verstanden hat.

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