Wenn das „B“ seinen Bauch verliert…

ja, dann ist es Liebe!

Es ist Mai, um genau zu sein, der 1. Mai.

Der Mai ist ein wunderbarer Monat. Ich liebe den Mai. Im Wonnemonat Mai habe ich vor elf Jahren den Morok kennen gelernt. Wir haben uns im Mai das erste Mal gesehen, haben mehrere Stunden miteinander verbracht. Ein Jahr später im Mai habe ich bei der Jugendweihe seines Cousins den Großteil seiner Familie kennen gelernt, im Mai hat er mir bei den Vorbereitungen zu den Abiturprüfungen geholfen, im Mai gemeinsam spazieren gegangen, umarmt, geküsst. Im Mai so oft  Hände gehalten, an Betten gewacht, Trost, Mut und Hoffnung gespendet.

 

Wenn das „B“ seinen Bauch verliert, dann ist es wahrhaftig Liebe! Im Mai…

 

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~ von Echium - 1. Mai 2015.

17 Antworten to “Wenn das „B“ seinen Bauch verliert…”

  1. Liebste Anne ! Freu mich schon so auf Eure Hochzeit !
    Wann ist es endlich soweit ??
    Kann es kaum erwarten, Dich als wunderschöne Braut zu sehen !
    Alles Liebe ,Deine Renate
    P.S.:Auch ich habe im Mai geheiratet – vor 40 Jahren ….

  2. Im wunderschönen Monat Mai…

    (Heinrich Heine / Robert Schumann)

  3. Ein extra-langes Lied für euch beide zum Sonntag!
    Vielleicht kennt Ihr ja die Melodie?

    Der Mai tritt ein mit Freuden
    (Volkslied, 1645; vertont von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, 1840)

    „Der Mai tritt ein mit Freuden,
    es flieht der Winter kalt;
    Die Blümlein auf der Heiden,
    die blühen mannigfalt.

    Ein Röselein zarte
    von Farbe so schön,
    das blüht in meinem Garten,
    vor allen ich’s krön.

    Ein edles Röslein zarte,
    von roter Farbe schön,
    blüht in meins Herzens Garte:
    Für all Blümlen ichs krön.

    Es ist der Wohlgemute
    des schönen Röslein rot,
    erfrischt mir Sinn und Mute,
    errett‘ aus aller Not.

    Es sit mein Ehrenpreise,
    dazu mein Augentrost,
    gemacht mit allem Fleiße,
    vom Tod hats mich erlost.

    Vor Leid wär ich gestorben,
    entgangen was mein Kraft,
    in Liebesflamm verdorben,
    erkühlt hat mich sein Saft.

    Mein Herze wird erquicket
    von Angst, Kummer und Pein,
    wenn mich freundlich anblicket
    das rote Röslein mein.

    Für Silber und rot Golde,
    für Perlen und Edelgestein
    bin ich dem Röslein holde,
    nichts Liebers mag mir sein.

    Der Edelstein Karbunkel
    mag ihm geleichen nicht.
    wiewohl er leucht im Dunkel,
    Rubin gen ihm erblicht.

    Ach Röslein, bist mein Wegewart!
    Freundlichen ich dich bitt:
    Mein Holderstock zu aller Fahrt,
    dazu Vergißmeinnicht!“

  4. Ja, so ist’s: Alles neu macht der Mai 2015!

    „Alles neu macht der Mai,
    macht die Seele frisch und frei,
    kommt heraus, lasst das Haus,
    windet einen Strauß!
    Rings erglänze Sonnenschein,
    duftend prangen Flur und Hain,
    Vogelsang, Hörnerklang
    tönt den Wald entlang.

    Wir durchziehen Saatengrün,
    Haine, die ergötzend blüh’n!
    Waldespracht, neu gemacht
    nach des Winters Nacht.
    Dort im Schatten an dem Quell
    rieselnd munter silberhell,
    Klein und Groß ruht im Moos,
    wie im weichen Schoß.

    Hier und dort, fort und fort,
    wo wir ziehen, Ort für Ort,
    weit und breit, alles freut
    sich der schönen Zeit.
    Stimmet Jubellieder an!
    Singe jeder wie er kann:
    Alles neu, frisch und frei
    macht der holde Mai.“

    (Hermann Adam von Kamp, 1796 – 1867)

  5. Nach so vielen Worten heute Frühlingsklänge…

    Ludwig van Beethoven, Sonate für Klavier und Violine Nr. 5, F-Dur , op. 24 („Frühlingssonate“)

    Colin Stone/Krzysztof Smietana

    Ist das nicht ein berückend schönes Zusammenspiel?

    Und hier eine weitere wundervolle Interpretation, leider nur der 1. Satz:
    Jan Panenka/Josef Suk

  6. Ich hoffe innig, dass du bald wieder den Frühling und Frühlingslyrik und -musik genießen kannst – – – und bin gespannt, wie dir die Interpretation der „Frühlingssonate“ durch Lambert Orkis und Anne-Sophie Mutter gefällt.

  7. Frühlingsglaube

    Die linden Lüfte sind erwacht,
    Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
    Sie schaffen an allen Enden.
    O frischer Duft, o neuer Klang!
    Nun, armes Herze, sei nicht bang!
    Nun muß sich alles, alles wenden.

    Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
    Man weiß nicht, was noch werden mag,
    Das Blühen will nicht enden.
    Es blüht das fernste, tiefste Tal:
    Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
    Nun muß sich alles, alles wenden.

    (Ludwig Uhland)

    Vertont von Franz Schubert, op. 20, Nr. 2
    Interpretationen von Dietrich Fischer-Dieskau und Anneliese Rothenberger, beide begleitet von Gerald Moore.

    In innigen Gedanken an euch kann ich mich gar nicht satt hören…

    .

  8. „Maienzeit bannet Leid… “

    Heute vor 70 Jahren der Tag, den von Weizsäcker den „Tag der Befreiung“ nannte.

    Damals blühten Maienblümchen auf Schutthalden…

    „Maienzeit bannet Leid… “

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Richard-von-Weizsaecker/Reden/1985/05/19850508_Rede.html

  9. Es grünt so grün…

  10. Nun wird es aber höchste Zeit, die letzten Maientage 2015 noch mit Lyrik und Musik zu preisen!

  11. Der Mai neigt sich dem Ende zu und ich bin ins Hintertreffen geraten, Echium! Huschhusch was nachgeliefert für den 27. und 28!

    Mayenzeit one neidt
    freuden geit widerstreit
    Sein widerkumen kan uns allen helffen.
    Uff dem plan one wan
    sieht man stahn wolgethan
    Lichte präune plümlein beyden gelffen.
    Durch das gras sind sie schon uf gedrungen
    Und der walt manigvalt
    ungetzalt ist derschalt
    Das er ward mit dem nie bas gesungen.

    Neidhart von Reuental (1180-1240)

    Ist das nicht eine wunderbar kraftvolle Sprache?

  12. Neue Fassung der Verse von Neithart durch Max Pohl

    Maienzeit bannet Leid,
    Fröhlichkeit ist gebreit‘
    über Berg und Tal und grüne Auen.
    An dem Rain Blümelein
    groß und klein, neu erschein‘,
    weiße rote gelbe samt den blauen.
    Rings im Gras sind sie hoch aufgesprungen.
    Durch den Wald mannigfalt
    Sang erschallt, daß es hallt:
    Wahrlich, besser ward er nie besungen.

  13. Als Dietrich Fischer-Dieskau am 28. Mai 1925 das Licht unserer Erde erblickte, ja, da war’s wahrhaftig, „als hätt der Himmel die Erde still geküsst“. In der Nacht nach seinem 90. Geburtstag Gedenken an ihn………
    Worte, Musik und ein Gesang, die nicht von dieser Welt sind. Für dich, du liebe Echium, in der Hoffnung, dass du einen erquickenden Maiennacht-Schlaf schläfst…

  14. Gleich und gleich

    Ein Blumenglöckchen
    Vom Boden hervor
    War früh gesprosset
    In lieblichem Flor;

    Da kam ein Bienchen
    Und naschte fein: –
    Die müssen wohl beide
    Füreinander sein.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  15. Ich bin sicher, du kennst auch dieses Maien-Gedicht. Ist es schlimm, dass ich es dir in Erinnerung rufe? (Zwinkersmiley!)

    Theodor Storm: Von Katzen

    Vergangnen Maitag brachte meine Katze

    Zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,

    Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.

    Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!

    Die Köchin aber – Köchinnen sind grausam,

    Und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche -,

    Die wollte von den sechsen fünf ertränken,

    Fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen

    Ermorden wollte dies verruchte Weib.

    Ich half ihr heim! – Der Himmel segne

    Mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,

    Sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem

    Erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;

    Ja, wie die Köchin auch ingrimmig dreinsah,

    Sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster

    Probierten sie die allerliebsten Stimmchen.

    Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,

    Ich pries mich selbst und meine Menschlichkeit. –

    Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,

    Und Maitag ist’s! – Wie soll ich es beschreiben,

    Das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!

    Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,

    Ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!

    Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,

    In Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,

    Die Alte gar – nein, es ist unaussprechlich –

    Liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!

    Und jede, jede von den sieben Katzen

    Hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,

    Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen!

    Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut

    Nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;

    Ersäufen will sie alle neunundvierzig!

    Mir selber! ach, mir läuft der Kopf davon –

    O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!

    Was fang ich an mit sechsundfunfzig Katzen!

  16. „So a Mai wie der heuri
    Füllt Scheune und Faß“,
    Hats aber koa Dachl,
    Werst durch und durch naß.

    Allweil hörst dös Glafferl,
    In oan Trumm gießts ra,
    Da reißt oan z‘ letzt der –
    Geduldfaden a.

    Und wennst hörst dessel Glafferl,
    Leg ins Bett di zur Ruh,
    Und schlaf wie a Afferl,
    Und tram schön dazu!

    Und wenn er di wieder aufweckt
    Der S–regen der,
    Ist das erste Gebet dann:
    Beschirm uns der Herr!

    Mi wundert überhaupt,
    Daß net schon im Paradies
    Der Mensch mit’n Parapluie
    In oans z’samgwachsen is . . . “

    Dürfen wir uns auf eine Übersetzung ins Meck-Pommsche Platt freuen, liebe Echium?

  17. Vorbei – der Mai – – – – – – –

    Reinhard Mey: „Es gibt keine Maikäfer mehr“ (1973)

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